{"id":2673,"date":"2026-08-22T10:06:03","date_gmt":"2026-08-22T08:06:03","guid":{"rendered":"https:\/\/kismed.eu\/index.php\/2026\/08\/22\/heukrise-gesund-durch-den-winter-trotz-raufuttermangel\/"},"modified":"2026-08-22T10:06:03","modified_gmt":"2026-08-22T08:06:03","slug":"heukrise-gesund-durch-den-winter-trotz-raufuttermangel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kismed.eu\/index.php\/2026\/08\/22\/heukrise-gesund-durch-den-winter-trotz-raufuttermangel\/","title":{"rendered":"Heukrise: Gesund durch den Winter trotz Raufuttermangel"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/podcasters.spotify.com\/pod\/show\/auftrab\/embed\/episodes\/Heukrise-Gesund-durch-den-Winter-trotz-Raufuttermangel-e3nn85i\" height=\"180px\" width=\"100%\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" style=\"width:100%;height:180px\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>D\u00fcrre, verbrannte Weiden, knappe Vorr\u00e4te und Heupreise, die vielerorts durch die Decke gehen&#8230;<\/strong><\/p>\n<p> Die aktuelle\u00a0<strong>Raufutterkrise<\/strong>\u00a0stellt Pferdehalter\u00a0und Stallbetreiber\u00a0vor gro\u00dfe Herausforderungen. Doch wieviel Heu braucht ein Pferd tats\u00e4chlich? Was darf man ersetzen \u2013 und welche vermeintlichen Alternativen k\u00f6nnen sogar gef\u00e4hrlich werden?<\/p>\n<p>In dieser Sonderfolge von\u00a0<strong>Auf Trab<\/strong>\u00a0spricht Julia Kistner mit\u00a0<strong>Dr.#Sonja Berger von der Klinischen Abteilung f\u00fcr Interne Medizin Pferde der #Vetmed-UniWien<\/strong>\u00a0dar\u00fcber, wie Pferde trotz knapper Heuvorr\u00e4te gesund durch den Herbst und \u00a0den Winter kommen.<\/p>\n<p>Die wichtigste Botschaft gleich vorweg: Bei der Rohfaser sollte nicht zu stark gespart werden. Als absolute Untergrenze gelten rund\u00a0<strong>1,7 bis 2 Kilogramm Heu bzw. Raufutter pro 100 Kilogramm K\u00f6rpergewicht und Tag<\/strong>. Zu wenig Rohfaser kann Magen, Darm und Mikrobiom belasten und das Kolikrisiko erh\u00f6hen.<\/p>\n<p><strong>Wie weit kann man Heu mit Stroh strecken?<\/strong><\/p>\n<p>Hochwertiges Futterstroh kann einen Teil der Ration ersetzen \u2013 allerdings nicht unbegrenzt. Laut Sonja Berger sollten\u00a0<strong>h\u00f6chstens rund 30 Prozent der Raufutterration<\/strong>\u00a0durchStroh ersetzt werden. Wichtig sind eine gute Qualit\u00e4t, m\u00f6glichst wenig Staub und Schimmel sowie eine langsame Gew\u00f6hnung.<\/p>\n<p>Besonders bei hungrigen Pferden kann eine zu schnelle oder zu gro\u00dfe Strohaufnahme\u00a0<strong>Verstopfungskoliken<\/strong>\u00a0beg\u00fcnstigen.Auch bei sehr kurzem, meist stark behandeltem Stroh ist Vorsicht geboten.<\/p>\n<p><strong>Heunetze verl\u00e4ngern Fressdauer wenig. <\/strong><\/p>\n<p>Engmaschige Heunetze verl\u00e4ngern die Fressdauer weniger stark, als viele vermuten. Sie k\u00f6nnen aber helfen,\u00a0<strong>Futterverluste <\/strong>durch <strong>Vertrampeln und Verschmutzen<\/strong>\u00a0zureduzieren.<\/p>\n<p>Nicht f\u00fcr jedes Pferd sind sie ideal: Bei alten Pferden, Zahnerkrankungen wie EOTRH, Problemen der Halswirbels\u00e4ule oder Atemwegserkrankungen k\u00f6nnen andere Slowfeeding-Systeme beziehungsweise bodennahe Heukisten geeigneter sein.<\/p>\n<p><strong>Vorsicht bei trockenem, gestresstem Weidegras!<\/strong><\/p>\n<p>Braunes, d\u00fcrregestresstes Gras ist nicht automatisch harmlos. Es kann hohe\u00a0<strong>Fruktangehalte<\/strong>\u00a0aufweisen und damit vor allem f\u00fcr Pferde mit EMS oder Insulindysregulation problematisch werden.<\/p>\n<p>Durch die l\u00fcckige Grasnarbe k\u00f6nnen au\u00dferdem Giftpflanzen wie\u00a0<strong>Jakobskreuzkraut, Graukresse <\/strong>oder<strong> Hahnenfu\u00df<\/strong>\u00a0st\u00e4rker auftreten.<\/p>\n<p><strong>Rasenschnitt ist kein Pferdefutter<\/strong><\/p>\n<p>Kein Pferdefutter ist frischer Rasenschnitt aus dem Rasenm\u00e4her. Das kurze, feuchte Material wird schnell aufgenommen und beginnt rasch zu g\u00e4ren. M\u00f6gliche Folgen reichen von Fehlg\u00e4rungen und Gaskoliken bis hin zu schwerenDarmentz\u00fcndungen und Hufrehe.<\/p>\n<p>Frische Zweige und geeignetes Laub k\u00f6nnen Pferde besch\u00e4ftigen und das Kaubed\u00fcrfnis unterst\u00fctzen. Sie bleiben aber ein\u00a0Zusatz und kein Ersatz f\u00fcr Raufutter.<\/p>\n<p><strong>Fremdes Heu: lieber analysieren lassen!<\/strong><\/p>\n<p>Wer derzeit Heu aus anderen Regionen oder L\u00e4ndern zukauft, kennt Herkunft und Pflanzenbestand oftmals nicht. Die Vetmeduni Wien bietet Untersuchungen unter anderem auf\u00a0<strong>N\u00e4hrstoffe, Pflanzenbestand, Bakterien und Pilze<\/strong>\u00a0an.<\/p>\n<p>Weitere Heu \u2013 und Heuersatz-Futtertipps in der aktuellen Folge von AUF TRAB, in der auch Futtercoach #AnjaBeifuss von #HPDVital und #KlausHart von #K&amp;KHeuhandel zu Wort kommen.<\/p>\n<p>Viel H\u00f6rvergn\u00fcgen w\u00fcnschen Euch Julia und Ihre Welshies\u2013 \u00fcbrigens auch bei fr\u00fcheren AUFTRAB-Folgen zur Heuqualti\u00e4t, die ihr sehr gerne nachh\u00f6ren k\u00f6nnt. <\/p>\n<p>Musik- und Soundrechte: \u2060\u2060\u2060\u2060\u2060\u2060\u2060\u2060\u2060\u2060\u2060\u2060\u2060\u2060\u2060\u2060\u2060\u2060\u2060\u2060\u2060https:\/\/auftrab.eu\/index.php\/musik-und-soundrechte\/<\/p>\n<p>#Pferd #AufTrab #Pferdepodcast #Heukrise #Pferdef\u00fctterung #Pferdegesundheit #Raufutter #Heu#Luzerne #Heulage #Silage #Pferdehaltung #Kolik #VetmeduniWien\u00a0                                                                <\/p>\n<p>Fotos: Berger\/Hart\/Beifuss, Bearbeitung AUF TRAB<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>D\u00fcrre, verbrannte Weiden, knappe Vorr\u00e4te und Heupreise, die vielerorts durch die Decke gehen&#8230; Die aktuelle\u00a0Raufutterkrise\u00a0stellt Pferdehalter\u00a0und Stallbetreiber\u00a0vor gro\u00dfe<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2674,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-2673","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-freizeit"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/kismed.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/11085282-1787327471812-0e148b8cebb0a-scaled.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kismed.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2673","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kismed.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kismed.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kismed.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kismed.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2673"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/kismed.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2673\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kismed.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2674"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kismed.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2673"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kismed.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2673"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kismed.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2673"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}